18.07.2002

"Musik begeistert mich"

Costas Sohn hat die legendäre "Anita" jetzt zur Zicke erklärt

Von Sabine Küssner

Lucas Cordalis"Ich fand sie irgendwo, allein in Mexiko - Anita." Costa Cordalis kommt auch heute noch von keiner Bühne herunter, ohne vorher seinen großen Hit gesungen zu haben. Doch mittlerweile ist aus dem jungen Mädchen eine Frau geworden - und was für eine! Costas Sohn Lucas, der genau wie seine Schwester Kiki eifrig an der eigenen Karriere bastelt, hat "Anita" kurzerhand zur Zicke erklärt. Wie das kam, erzählte er im Interview mit den Fränkischen Nachrichten.

FN: Lucas, "Anita" hat sich zur Zicke entwickelt - wie ist das denn passiert?

Cordalis: Ich habe das irgendwo aufgeschnappt. Da sagte jemand: "Anita, du Zicke!" Und das fand ich witzig. So entstand der Song.

FN: Was sagte denn Ihr Vater dazu?

Cordalis: Am Anfang war er schon etwas geschockt. Aber mittlerweile kann er drüber lachen.

FN: Haben Sie damals bei "Anita" auch im Chor mitgesungen?

Cordalis: Genauso ist es. Meine Schwester und ich waren vier und fünf Jahre alt damals. Das war unsere erste Erfahrung mit Musik.

FN: Stand für Sie schon immer fest, dass Sie die Musik einmal zu Ihrem Beruf machen möchten?

Cordalis: Ja. Dadurch, dass mein Vater Platten aufnahm, habe ich schon als Kind viel Zeit in Studios verbracht. Ich fand die Technik faszinierend und wollte das immer selbst auch beherrschen. Auch während meiner Schulzeit verbrachte ich so manche Nacht im Tonstudio, schrieb und produzierte Songs. Und nach dem Abitur ging es dann so richtig los.

FN: Und Sie hätten sich auch gar nichts anderes vorstellen können?

Cordalis: Nur schwer. Musik begeistert mich - und Sport.

FN: Es ist sicherlich aber nicht immer einfach, Cordalis zu heißen.

Cordalis: Die Latte liegt schon recht hoch, es wird einiges von mir erwartet. Man muss sich anstrengen. Aber ich stelle an mich selbst den Anspruch, immer mein Bestes zu geben.

FN: Ist das auch so eine Art Erfolgsrezept, um sich auf dem Musikmarkt behaupten?

Cordalis: Ja, das kann man so sagen. Ich bin ehrgeizig. Aber da ist auch diese Begeisterung und Ausdauer, die für jede Art von Erfolg wichtig sind.

FN: Wann haben Sie denn die besten Ideen? Cordalis: Das ist völlig unterschiedlich. Unterwegs im Flugzeug oder im Auto, da denke ich über vieles nach. Oder natürlich im Studio direkt, wenn ich am Klavier sitze.

FN: Wie sehen Ihre Pläne für die nächste Zeit aus?

Cordalis: Ich werde noch öfter auf Mallorca sein und in meinem Studio arbeiten.

FN: In Ihnen fließt ja auch griechisches Blut. Zieht es Sie vom Herz her eigentlich nicht vielmehr dorthin?

Cordalis: Griechenland ist sehr schön. Jedoch hatte ich in den letzten Monaten ganz selten Zeit und Muße, dorthin zu fliegen. Man ist eben doch sehr lange unterwegs, während ich Mallorca in anderthalb Stunden erreichen kann. Ich bin ja auch oft in Shows in Deutschland zu Gast.

FN: Haben Sie eine bestimmte Lieblingsecke auf Mallorca?

Cordalis: Es gibt so viele herrliche Gegenden hier. Im Winter ist es auch sehr schön, wenn nicht so viele Touristen da sind. Da sieht man die Schönheit dieser Insel erst so richtig.

FN: Wie stehen Sie persönlich zu Zicken?

Cordalis: Mit Zicken kann ich überhaupt nichts anfangen. Natürlichkeit ist wichtig.

FN: Aber Anita darf schon zickig sein.

Cordalis: Wenn sie jetzt mal eine Zicke ist, dann muss man das auch sagen können.