Fränkische Nachrichten20.12.2005

"Wenn ich im Scheinwerferlicht stehe und der Funke zum Publikum überspringt, wünsche ich mir, dass dieser Moment niemals zu Ende geht."

Von Sabine Küssner

Oliver Thomas

„Wenn ich im Scheinwerferlicht stehe und der Funke zum Publikum überspringt, wünsche ich mir, dass dieser Moment niemals zu Ende geht.”, sagt Oliver Thomas, der große Blonde aus dem Schwarzwald. Und dazu hat der junge Mann ausreichend Gelegenheit. Auf Tourneen ist er gern gesehener Gast ­ momentan tourt er noch mit der „Musikantenparade zur Weihnachtszeit” durch die Lande, und gleich im neuen Jahr beginnt die Tournee „Das Feuerwerk der Volksmusik”, mit der er am 5. Januar auch in Tauberbischofsheim gastiert. Zuvor aber nahm er sich Zeit für folgendes A- bis Z-Interview mit den Fränkischen
Nachrichten:

Aussehen: Als Schlagersänger ist es sehr wichtig, auf der Bühne und im Fernsehen gut auszusehen. Von der Frisur bis hin zum Anzug muss alles stimmen! Für mich ist außerdem sehr wichtig, dass ich mich in der Kleidung wohl fühle.

Business: Es ist ein sehr abwechslungsreiches, interessantes Business, in dem ich mich bewege. Im Show-Business tätig zu sein, macht mir zudem enormen Spaß.

Charakter: Mit einem guten Charakter kann man viel erreichen, und ich glaube, unser Publikum spürt, wer einen guten Charakter hat.

Deutschland: ...ist ein schönes Land. Man muss nur die Augen öffnen, um die schönen Flecken zu sehen, die Deutschland zu bieten hat.
Eine der schönsten Gegenden ist natürlich der Schwarzwald.

Ehrgeiz: In vielen Dingen bin ich sehr ehrgeizig und das ist auch gut so. Entweder ich mache etwas richtig oder gar nicht. Ob es
ums Singen, die Bühnenshow oder um Privates geht, ich versuche aus allem immer das Beste heraus zu holen bzw. so lange an etwas zu arbeiten, bis es so ist wie ich mir das vorstelle.

Familie: Zusammen mit meinem Bruder wuchs ich in geregelten Familienverhältnissen auf, ich glaube das ist für die Entwicklung sehr wichtig. Auch heute noch bin ich ein Familien-Mensch.

Geld: War mir früher nicht so wichtig, weil das Singen mein Hobby war. Als ich allerdings mein Hobby zum Beruf machen konnte, musste ich natürlich auch nach dem Geld schauen.

Heimat: Heimat ist für mich die Gegend, in der schwäbisch gesprochen wird. Besonders heimatverbunden bin ich mit dem Schwarzwald-Städtchen Alpirsbach, weil ich da aufgewachsen bin. Dort bin ich auch zur Schule gegangen und habe meine ersten musikalischen Schritte gewagt.

Idol: Es gibt kein bestimmtes Idol. Ich bewundere Interpreten, die wirklich etwas können, die schon viel geleistet haben, die vor allem Musikgeschichte geschrieben und ihren eigenen Stil durchgesetzt haben, zum Beispiel Elvis Presley, die Bee Gees, Udo Jürgens... Von diesen Interpreten kann man viel lernen und viele Ideen für sich selbst umsetzen.

Jeans: Trage ich so gerne, dass man mich privat fast nur in Jeans antrifft.

Karriere: Zunächst muss ich sagen, dass ich nie gedacht hätte, eine derartige Karriere zu erleben. Ich danke meinen Fans und meinem Publikum für die Treue, ich wäre sonst nie soweit gekommen.

Liebe: Ist einer der wichtigsten Gründe zu leben! Wer liebt und geliebt wird, bleibt fit und ist erfolgreicher. Ich habe meine große
Liebe gefunden und es ist wunderbar, denn ich bin total glücklich.

Musik: Ist ebenfalls meine große Liebe und spielt eine wichtige Rolle in meinem Leben. Ohne Musik könnte ich nicht leben.

Neider: Gibt es leider sehr viele, aber ich kann gut damit umgehen. Wenn man Neider hat, ist es ein Zeichen dafür, dass man
erfolgreich und populär ist.

Oliver Thomas: Ist 1,95 Meter groß und trägt Schuhgröße 47! Oliver ist mein Original-Vorname. Thomas ist eigentlich der
dritte Vorname, der dann zum Nachnamen umfunktioniert wurde.

Politik: Egal, wer an der Regierung ist, es wird immer schwierig sein, ein Land wie unseres in den Griff zu bekommen. Ich glaube, es können sowieso nicht alle Probleme gelöst werden, denn es wird immer so sein, dass ein neues Problem entsteht, wenn ein anderes gelöst wurde.

Quoten: Gute Einschaltquoten kann eine Sendung nur erreichen, wenn die Künstler und das Konzept übereinstimmen. Zum Glück gibt es einige Sendungen, die den Fernseh-Bossen beweisen, dass Musiksendungen bei den Zuschauern beliebt sind.

Religion: Ich bin evangelisch, das spielt aber keine Rolle, weil man einen Glauben haben kann, ohne einer Religionsgemeinschaft anzugehören.

Samstagabend-Show: Ich liebe Samstagabend-Shows, ob bei Carmen Nebel oder den „Festen der Volksmusik”. Es ist nur
schade, dass nicht mehr die ganze Familie vor dem Fernseher sitzt, wie es früher einmal war. Das Lampenfieber bei einer Samstagabend-Liveshow ist unglaublich schön. Wenn das Publikum dazu noch super drauf ist, sollte so ein Auftritt nie zu Ende gehen.

Tourneen: Sind sehr wichtig für einen Sänger und machen zudem noch großen Spaß. Oft werden Tourneen von einem Live-Orchester begleitet, da blühe ich musikalisch dann so richtig auf!

Urlaub: Italien ist unser Urlaubsziel Nr.1. Sonne, Strand und Meer, die Seele baumeln lassen, mal ab und zu mit dem Segelboot aufs Meer hinausfahren ­ herrlich!

(Lustigster) Versprecher: „Hallo Schneeflittchen!” anstatt „Hallo Schneewittchen!”.

Wünsche: Immer ein Publikum, dem meine Musik gefällt! Ich will, solange es Körper und Geist hergeben, für mein Publikum auf der Bühne stehen.

Xylophon: Zu meinem Lieblingsinstrument Schlagzeug gehört natürlich auch das Xylophon, auf dem ich am liebsten „Circus Renz” spiele.

Yoga: Bis jetzt habe ich das noch nicht ausprobiert, vielleicht ist es aber eine gute Alternative, sich zu entspannen und eine in
nere Ruhe zu finden.

Zivildienst: Die Zeit als Zivildienstleistender hat mir wirklich viel gebracht. Ich lernte die Strukturen eines Klinikbetriebes
kennen. Vor allem war es aber eine große Erfahrung, Menschen zu sehen, die von ihrem Rückenleiden und Schmerzen befreit wurden. Es war ein gutes Gefühl, einen Beitrag dazu geleistet zu haben.

Die Fränkischen Nachrichten präsentieren am 5. Januar um 20 Uhr in der Pestalozzihalle in Tauberbischofsheim das „Feuerwerk der Volksmusik” mit Oliver Thomas, Tony Marshall, Vreni Margreiter, den Feldbergern, Frau Wäber, den Ladinern und Sonja Christin. Karten gibt es bei den FN.

Quelle: Sabine Küssner, Fränkische Nachrichten



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